Kundgebung am 13. Februar: Solidarität mit den JournalistInnen in der Türkei

Am 14. Februar findet der zweite Prozesstag gegen den deutschen Journalisten Adil Demirci in Istanbul statt. Zusammen mit 22 weiteren Angeklagten wird ihm die Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vorgeworfen.

Doch was gilt in der Türkei als Terror? Adil, Sozialarbeiter aus Köln und
Journalist der linken Nachrichtenagentur ETHA, wird einzig die Beteiligung an Beerdigungen von Menschen, die im Kampf gegen den IS gestorben sind, und seine journalistischen Tätigkeiten vorgeworfen.

Hier wird deutlich worum es in diesem Prozess und hunderten Weiteren geht: nicht um faire Prozesse oder Rechtsstaatlichkeit, sondern um gezielte Angriffe auf jegliche linke Opposition in der Türkei. So sind zehntausende StudentInnen, KurdInnen, LGBTIQ* AktivistInnen und jegliche Linke in den Knästen der Türkei inhaftiert. Immer wieder werden Proteste auf der Straße angegriffen und verhindert, wie beim Streik auf der Baustelle des Istanbuler Flughafens, wie letztes Jahr beim Tag gegen Gewalt an Frauen oder Folter in den Knästen.

Momentan befinden sich über hundert politische Gefangene um die HDP-Abgeordnete Leyla Güven im Todesfasten gegen die Isolation Öcalans und die Zustände in den türkischen Knästen. Ob streikende ArbeiterInnen, Frauen die selbstbestimmt auf die Straße gehen oder die linke und kurdische Bewegung – sie alle zeigen, dass es Widerstand gegen Erdogans Präsidialdiktatur gibt.

Hiergegen gilt es internationale Solidarität aufzubauen. Adil und all die
anderen Angeklagten sind Teil einer Bewegung, die, so wie wir hier, für eine  Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung kämpfen.

Freiheit für Adil Demirci!
Freiheit für alle politischen Gefangene!

Mit Reden von:

Initiative Kurdistan – Solidarität Stuttgart, der Deutschen JournalistInnen Union (dju.verdi), Rote Hilfe Stuttgart, Förderation der ArbeiterInnen & MigrantInnen in Deutschland (AGIF)

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