Veranstaltung zum Tag der politischen Gefangenen 2017

Vorwärts und nicht vergessen, worin unsere Stärke besteht:
die Solidarität!
Wir sind nicht alle. Es fehlen die Gefangenen.
Betroffen sind wenige, gemeint sind wir alle.
Solidarität muss praktisch werden.

Aber spiegelt das die Realität wider? Ist der Solidaritätsbegriff wirklich unteilbar und strömungsübergreifend unwidersprochen gültig? Oder ist Solidarität vielmehr abhängig von Zustimmung zu bzw. Ablehnung von politischen Inhalten der Betroffenen? Ist Solidarität also „selektiv“ möglich und damit möglicherweise auch Ausdruck von Trennung und Abgrenzung? Und warum verhält sich die Radikale Linke auffallend zurückhaltend zur Repression gegen §129b-Gefangene? Was hat sich in den letzten 25 Jahren am Verständnis von Solidarität verändert? Hat sich überhaupt etwas verändert oder war es schon immer anders als gedacht? Weiterlesen

Aufruf zur Prozessbeobachtung am 13. und 15. Februar 2017

Achtung: Der Prozess wurde am ersten Verhandlungstag abgebrochen! Die neuen Termine sind noch nicht bekannt – achtet auf Ankündigungen.

Antifaschismus ist notwendig – nicht kriminell

Am 17. Mai 2015 fand in der Stuttgarter Innenstadt, unter starken Protesten, die erste und bisher letzte Pegida Kundgebung statt. An der rassistischen Kundgebung beteiligten sich unter anderem „Hooligans“ aus dem Spektrum von „Neckar Fils Stuttgart“. Am Rande der rechten Veranstaltung provozierten diese in Mitten der Reihen der Gegenproteste. Infolge dessen kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Antifaschisten und den pöbelnden „Hools“. Weiterlesen

Veranstaltung „Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!“ – Die Rote Hilfe Deutschlands in der Illegalität ab 1933

Die Rote Hilfe Deutschlands war schon in der Weimarer Republik eine große linke Solidaritätsorganisation, die Ende 1932 fast eine Million Mitglieder umfasste.

Nach dem Verbot im Frühjahr 1933 arbeiteten viele RHD-AktivistInnen in der Illegalität weiter.

Für die zahllosen KZ-Häftlinge und ihre Angehörigen wurden Spenden gesammelt, AntifaschistInnen mussten mit illegalen Quartieren versorgt oder heimlich über die Grenze ins Exil gebracht werden. Im benachbarten Ausland organisierten Büros der RHD Schlafplätze und materielle Hilfe für die EmigrantInnen und unterstützten die konspirativen Gruppen im Reichsgebiet mit Druckschriften und Geld. Weiterlesen

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Veranstaltung zur aktuellen Situation in der Türkei und Kurdistan, Veranstaltung zur Repression gegen KurdInnen in Deutschland

britta_bildDer Kampf der kurdischen Bewegung für einen Aufbau einer gesellschaftlichen Alternative in den verschiedenen Teilen Kurdistans – von Shengal im Nordirak über Rojava bis hin zu den kurdischen Provinzen im Südosten der Türkei – wird mit aller Macht und allen Mitteln bekämpft.

Die Bundesrepublik Deutschland zeigt sich zwar über die totalitären Entwicklungen des türkischen Staates besorgt, auf der anderen Seite verfolgt sie mit der selben Logik wie die Türkei kurdische AktivistInnen in Deutschland. Vorgeworfen wird diesen die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland, der Arbeiterpartei Kurdistans PKK. Weiterlesen

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OLG Stuttgart – 22.11.16 – Wieder politischer Prozess gegen kurdischen Aktivisten – Solidarität mit Muhlis K. !

Das OLG Stuttgart – spezialisiert auf die Verfolgung kurdischer Aktivitäten.

Erst im Oktober 2016 wurde Ali Ö. als angeblicher Gebietsleiter der PKK zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Einen Monat später, heute, am 22. November 16 begann bereits der nächste politische Prozess vor dem OLG Stuttgart, diesmal gegen Muhlis K.

Das juristische Muster ist identisch: Anklage nach § 129 b, „Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland“, gemeint damit ist hier die Arbeiterpartei Kurdistans, die PKK.

Der gleiche Vorsitzende Richter, der gleiche Senat in z.T. identischer Besetzung, und auch diesmal ist die Verurteilung wegen angeblicher Gebietsleitertätigkeit schon sicher. Die Gewichtigkeit der Anklage wird in Form von 2 Vertretern der BAW (Bundesanwaltschaft) höchstselbst demonstriert, die lapidar und als gerichtsbekannt feststellen, dass die PKK für Mord und Totschlag steht und der Angeklagte in Kenntnis der Ziele und der Programmatik der PKK gehandelt habe. So als „terroristische Vereinigung“ definiert, werden alle Aktivitäten, die der normalen Vereinstätigkeit entsprechen, Veranstaltungen und Demos organisieren, Geld sammeln etc. zur mitgliedschaftlichen Betätigung. Weiterlesen

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Rote Hilfe Zeitung 4/2016 ist erschienen

Die aktuelle Rote Hilfe Zeitung 4/2016 mit dem Schwerpunkt „Siegerjustiz – Verfolgung und Delegitimierung eines sozialistischen Versuchs seit 1990“ ist erschienen. Ihr könnt sie im Bahnhofsbuchhandel kaufen oder im Literaturvertrieb bestellen. Mitglieder bekommen die Zeitung zugeschickt. Ältere Ausgaben gibt es zum Download als pdf.

>>> Zum Inhaltsverzeichnis

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Beni ist wieder frei!

beni-soliTrotz des Versuchs der Staatsanwaltschaft, auf Basis von Unterstellungen die Inhaftierung von Beni zu erwirken, hat das Gericht Beni am 24. Oktober 2061 frei gesprochen und den Haftbefehl aufgehoben.

Hier der Bericht von Stuttgart gegen Rechts direkt im Anschluss an den  Freispruch: Weiterlesen

Einer sitzt im Knast… Freiheit für Beni!

stammheimSeit den Protesten gegen die Veranstaltung der “Alternative für Deutschland” am 3. Oktober 2016 am Cannstatter Kursaal befindet sich ein Antifaschist in Untersuchungshaft. Der Vorwurf lautet “versuchter Diebstahl”. Angeblich soll er versucht haben, einem Polizisten das Pfefferspray zu entwenden. Tatsächlich gab es an diesem Tag viele Provokationen durch die Einsatzkräfte. Dabei hat der noch junge Polizist dem nun in U-Haft Sitzenden ins Gesicht geschlagen. Auf der Anklagebank sitzt jedoch nicht der Polizist, sondern Beni. Wieder einmal versucht die Justiz auf diese Art Entgleisungen von Polizeikräften im Nachhinein zu rechtfertigen.

Fakt ist, dass die Strategie der Polizei an dem Tag eindeutig auf Eskalation angelegt war. Wie auch bereits bei früheren Protesten sowohl gegen die „AfD“ als auch gegen die selbsternannte „Demo für Alle“ wurde versucht, die Demonstrierenden gezielt zu provozieren und im Nachgang zu kriminalisieren. Der Kampf gegen rechte und reaktionäre Kräfte soll in Stuttgart offensichtlich mit allen juristischen und polizeilichen Mitteln unterbunden werden. Um andere AktivistInnen abzuschrecken, werden gezielt einzelne AntifaschistInnen abgestraft. In diesem Fall wird erneut auf einen gezielt, dem auf Grund einer noch laufenden Bewährungsstrafe Knast droht.

Dieser Strategie werden wir mit unserer Solidarität entschieden entgegen treten und lassen uns nicht einschüchtern. Solidarität ist unsere Waffe gegen ihre Repression – Wir gehen gemeinsam gegen Rechts auf die Straße und stehen gemeinsam vor Gericht, weil wir der Überzeugung sind, dass unser Protest notwendig und legitim ist.

Deshalb rufen wir dazu auf, Benis Prozess am 24. Oktober 2016 ab 10 Uhr gemeinsam zu begleiten. Wir treffen uns dazu um 9 Uhr vor dem Amtsgericht Stuttgart (Hauffstraße 5/Haltestelle Neckartor).

Getroffen hat es einen – gemeint sind wir alle!
Für eine solidarische Perspektive!

Stuttgart gegen Rechts & Rote Hilfe OG Stuttgart

Wer Beni schreiben möchte, kann die Adresse über stuttgart[ät]rote-hilfe.de erfragen.

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Antifaschist in U-Haft – Rote Hilfe ruft zur Solidarität auf!

afd-spontiIm Rahmen der gestrigen Proteste gegen die Feierlichkeiten der AfD zum Tag der Deutschen Einheit wurde ein Stuttgarter Antifaschist festgenommen. Am heutigen Dienstag wurde dieser nun dem Haftrichter vorgeführt. Obwohl die Staatsanwaltschaft, bei Zahlung einer Kaution, keinen zwingenden Grund für eine Fortsetzung der Inhaftierung sah, ordnete Richter Schulze Untersuchungshaft für den Genossen an. Eine mögliche Gerichtsverhandlung wurde auf den 17. Oktober terminiert.

Über 400 Menschen demonstrierten am 3. Oktober im Stuttgarter Stadtteil Cannstatt gegen eine Veranstaltung der rechtspopulistischen „Alternative für Deutschland“ im Kursaal. Mit der Bundessprecherin Petry und dem Europaabgeordneten der Partei Pretzelt, nahmen prominente VertreterInnen der Partei an der Veranstaltung teil. Dass die Rechtspopulisten dieses zentrale Event in der schwäbischen Landeshauptstadt durchführten, ist als Teil des strategischen Versuches einer nachhaltigen Verankerung im Südwesten zu verstehen. Entsprechend wichtig ist es, gegen diesen Versuch vorzugehen. Gegen den Rechtsruck in Deutschland, für eine solidarische Gesellschaft, für eine emanzipatorische Perspektive.

Der Antifaschist wurde am Rande der Proteste, in unmittelbarer Nähe zum Kursaal festgenommen. Der Vorwurf könnte kaum banaler sein: Versuchter Diebstahl. Konkret soll er im Zusammenhang mit dem Verlust eines Pfeffersprays durch einen Polizisten stehen.

Die Stuttgarter Justiz gehört schon seit Jahren zu den Hardlinern im Umgang mit AntifaschistInnen. Jeder noch so abwegige Strafbefehl wird unterschrieben, jede Anklageschrift zugelassen, egal wie kleinlich die Vorwürfe auch sein mögen. In den folgenden Gerichtsverhandlungen wird überall dort wo es möglich ist, zum Nachteil der Betroffenen geurteilt.

Mit der Inhaftierung des Genossen, soll nun die repressive Situation zusätzlich verschärft werden. Hierbei geht es ganz offensichtlich nicht um eine Reaktion auf eine mögliche Straftat. Vielmehr soll erneut ein Exempel an einem Antifaschisten statuiert werden. Das Signal, das die Repressionsorgane senden möchten, lautet: Wer an den Protesten gegen den Rechtsruck teilnimmt, muss mit Repression rechnen. Für uns AntifaschistInnen kann es nur eine Antwort geben: Solidarität!

Der Genosse der jetzt in Stammheim sitzt, und wohl mindestens noch bis zur Verhandlung am 17. Oktober sitzen wird, hat nicht mehr und nicht weniger getan als das was zwingend notwendig ist: sich antifaschistisch engagieren in finsteren Zeiten.

Kommt zum Prozess, Uhrzeit und Ort werden noch bekannt gegeben.

Solidarität ist eine Waffe!

4. Oktober 2016 | Rote Hilfe OG Stuttgart

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